Flöhe, Zecken und anderes Krabbeltier

Allen Wildtieren ist gemein, dass sie von Ektoparasiten wie Flöhe und Zecken heimgesucht und geplagt werden. So auch unsere Eichhörnchen.

 

Da diese Quälgeister auch vor Jungtieren keinen Halt machen und gerade noch sehr junge oder geschwächte Tiere unter diesen Parasiten massiv zu leiden haben, sollte man jedes Eichhörnchen-Findelkind genau auf Flöhe, Zecken und Co. untersuchen und diese mit einer Pinzette absammeln oder auskämmen. Hierfür eignet sich eine Zahnbürste besonders gut.

Da Wildtiere und hier insbesondere die Eichhörnchen sehr empfindlich auf handelsübliche Flohmittel reagieren, empfiehlt es sich, diese nur einzusetzen, wenn es sich um einen sehr starken Befall handelt.

 

An dieser Stelle sei darauf hingewiesen, dass z.B. Frontline (Fipronil von Merial) geradezu toxisch bei Eichhörnchen wirkt. Jedes Jahr sterben viele Jungtiere, oft schon auf dem Rückweg von der Tierarztpraxis, da sie fälschlicherweise mit Frontline behandelt wurden. Dieses Mittel greift eigentlich in das Nervensystem von wirbellosen Tieren wie Insekten und Spinnentieren ein, jedoch liegt der Verdacht nahe, dass Fipronil auch bei Eichhörnchen neurotoxisch wirkt.

 

Lassen Sie also das Tier selbst bei einem starken Parasitenbefall nicht einfach und unbedacht beim Tierarzt medikamentös entflohen.

 

Aber dennoch versuchen Sie den "Spagat" - und schützen Sie sich und eventuelle Haustiere vor den Blutsaugern. Nina Ruge hat hierzu eine nette Kolumne geschrieben:

http://www.parasitenfrei.de/de/aktuelles/nina-ruges-kolumne/flohbefall-der-super-gau-mit-sechs-beinen/

auf diesen Seiten finden Sie ebenfalls einen Parasiten-Finder.


                                                                                                                                                  SBR/ BL 2009/13